Freitag, 17. März 2017

Reinweiß ist das Ziel

Weiße Paduaner und der "gelbe Anflug"
Im letzten Jahr habe ich mit der Zucht der seltenen, obwohl wunderschönen, weißen Paduaner begonnen.
Da dieser Farbschlag große Probleme mit dem sogenannten "gelben Anflug " im Schmuckgefieder hat, möchte ich versuchen, diesen Fehler durch die Einkreuzung einer Fremdrasse zu bekämpfen.

Gelber Anflug ist bei weissen Rassen nicht selten, allerdings besonders bei Ausstellungstieren unerwünscht.


Bei den weißen Paduanern tritt die Gelbverfärbung des Schmuckgefieders während der letzten Jungtiermauser auf, wenn die Tiere in bzw. ab diesem Alter im Freiland gehalten werden. Sonne und Regen sind die Ursache für diesen Makel. Besonders betroffen sind die Hähne, aber auch Hennen sind dann nicht mehr reinweiß. Eventuell ist auch die Fütterung an der Verfärbung beteiligt. Carotin im Futter sorgt ja auch bei anderen Rassen für ähnliche Probleme.

Wenn man wirklich weiße Paduaner ausstellen möchte, ist man bisher gezwungen, diese ab einem bestimmten Alter nicht mehr der Witterung auszusetzen. Sie müssten im Stall bzw. in überdachten Volieren untergebracht werden. Da ich für meine Tiere aber eine Freilandhaltung bevorzuge, nehme ich bisher eine schlechte Bewertung wegen des gelben Gefieders in Kauf. Ärgern tut es mich aber trotzdem und ehrlich gesagt, würden mir wirklich weiße Paduaner noch besser gefallen.

Im Jungtieralter noch reinweiss, zeigt der Hahn zur Ausstellungssaison starken gelben Anflug


Von einem Zuchtfreund bekam ich eine ältere weiße Holländer Weißhauben-Henne. Sie besitzt trotz ganzjähriger Freilandhaltung schneeweißes Gefieder. Deshalb denke ich, dass sie mir helfen kann, die Paduaner in dieser Hinsicht zu verbessern.

Da dies meine erste Fremdeinkreuzung in der Hühnerzucht ist und mir generell züchterische Erfahrung fehlt, würde ich mich über Tipps von anderen Züchtern zu diesem Thema freuen.

Unabhängig von der genetischen Veranlagung werde ich in diesem Jahr meine Jungtiere mit Futter für weiße Rassen aufziehen und so den Einfluss des Carotins ausschließen können.

Ein Beitrag von Heike Grimm


Genau hinschauen und Ursachen ergründen
ist der erste Schritt zum reinweißen Gefieder

Gelber Anflug tritt besonders auffällig im Schmuckgefieder in Erscheinung. Hier kommen wie von Heike berichtet verschiedene Ursachen in Frage. Sonneneinstrahlung und auch carotinhaltiges Futter haben hier nicht zu unterschätzende Auswirkungen.

Die Erbfaktoren nehmen jedoch auch einen erheblichen Einfluss auf die farbliche Ausprägung des Gefieders. Eine Möglichkeit ist hier, dass der verdeckt vorhandene Wildfaktor als gelber Anflug in Erscheinung tritt.

Es empfiehlt sich bereits beim Schlupf genauer hinzuschauen, um eine Einschätzung und auch Erkenntnisse für spätere Zuchttierauswahl zu gewinnen.
Bei weißen Nachzuchten schlüpfen teilweise Küken mit grauem Schleier im Flaumgefieder, welche mit gelblichem Schimmer und silberweiße. Es ist hilfreich hierzu genaue Kennzeichnungen vorzunehmen..
Die silberweißen Küken sind klar im Hinblick auf reinweißes Gefieder zu bevorzugen.
Durch konsequentes Selektieren dieser Tiere für die Zucht kann man sich dann mit der Zeit reinweiße Linien aufbauen und den gelblichen Anflug im Erscheinungsbild verdrängen .


Viel Erfolg bei deiner Zucht liebe Heike und natürlich freuen wir uns über deine Erfahrungsberichte.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Die gesäumten Paduaner

Farbschläge für Züchter mit guter Beobachtung und Fingerspitzengefühl
Es ist erstaunlich: Die Rasse Paduaner ist schon über 600 Jahre alt und fasziniert seither durch ihren besonderen Ausdruck und ihr einnehmendes Wesen.

Auch nach so langer Zeit sind die Paduaner immer noch so vital wie eh und je und das dürfte auch der Grund sein, dass sie zwar etliche Krisen durchgemacht haben, aber auch immer wieder zu neuen Höhepunkten ihrer langen Geschichte gelangt sind. Seit etwa 20 Jahren ist deutlich geworden, dass die Paduanerzucht erfreulicher Weise wieder mehr Freunde gewinnt, und die Rasse sich so weiterentwickeln kann.
Um 1900 waren die Paduanerzüchter auf die Linie zur heutigen Zuchtrichtung eingeschwenkt. Damals waren die Hauben noch nicht so kugelförmig wie heute, und oft auch noch gescheitelt.
Insbesondere die Hähne zeigten noch ungeordnete, strahlenförmige Hauben. Bei ihnen waren meistens noch Kammhörner bzw. wulstige Fleischauswüchse vor der Haube zu finden, was bis heute vorkommt. Vor dem Hintergrund, dass Tiere mit Kammansatz von jeher zu den vitalsten gehören, sollte solche Nebensächlichkeiten –sofern sie geringer Natur sind- nicht überbewertet werden.



Die Paduaner sind mittelgroß, leicht gebaut, zeigen sich in Landhuhnform mit kecker, aufrechter Haltung, mittelhohem Stand, voller Rundhaube und dichtem Bart sowie gut entwickeltem, glatt anliegendem Gefieder. Dazu sind sie von ruhigem zutraulichem Wesen.

Die gesäumten Farbenschläge
Bei den Paduanern sind gleich vier gesäumte Farbschläge anerkannt: Silber-Schwarzgesäumt, Gold-Schwarzgesäumt, Chamois-Weißgesäumt und Blaugesäumt.

Unter Säumung versteht man eine Zeichnung, bei der die Feder, vollständig von einem andersfarbigen Saum eingefasst ist. Dieser soll möglichst gleichmäßig breit -nicht zu schmal, aber auch nicht zu breit- sein. In idealer Ausprägung ist der Saum bei den meisten Rassen, wie auch bei den Paduanern von intensiver Farbe. 


Die Gold-schwarzgesäumten Paduaner zeigen ein gold-ockerfarbiges, ovales Zentrum in der Feder, versehen mit einer schwarzen Säumung. Beim Farbenschlag Chamois-Weißgesäumt finden wir statt dem braun, ein ledergelb mit weißer oder cremefarbiger Säumung, bei den silber-Schwarzgesäumten ein rein weißes Zentrum mit einer schwarzen Säumung und bei den blaugesäumten ein taubenblaues Zentrum mit dunkelblauer Säumung.

Sehr häufige Fehler bei den gesäumten Farbausprägungen sind Ruß, Moos, Pfeffer und Vorsaum. Die Zeichnung greift in Form von Sprenkeln und Flecken in das Zentrum über. Ein weiter grober Fehler ist die Halbmondsäumung bzw. Hufeisenzeichnung oder Tropfen. Man versteht darunter eine Verdickung an der Federspitze. Ebenso als Fehler zu bewerten ist eine Doppelsäumung, bei der die Saumzeichnung in der Feder wieder kehrt. 

Qualität erkennen und gezielt selektieren für die Zucht
Für eine geeignete Zuchttierauswahl ist ein guter Brustsaum der bis in die Unterbrust reichen sollte, ein wichtiges Kriterium. Beim Hahn ist insbesondere auch auf möglichst saubere Binden zu achten um die wertvollsten Tiere für die Zucht zu selektieren. Gut gesäumte Schwanzdeckfedern und Sicheln sind meist vorhanden, doch darauf zu achten ist ebenso empfehlenswert. 








Der Saum der Haube -am besten sichtbar- steht mit dem übrigen Gefieder in Zusammenhang. Zeigen Hähne und auch Hennen einen Vorsaum, so wird die Haube auch Vorsaum zeigen. Zu dunkle Brust und Schenkel sowie schwerer (breiter) Saum zeigen sich fast immer in Verbindung mit schlecht gezeichneten, fast zu farbigen Hauben und Schwänzen der Hähne. Das Verlockende an der gesäumten Paduanerzucht ist, dass man die Farbschläge“ Gold“ und „Silber“ bzw. „ Gold“ und „Chamois“ miteinander verpaaren kann. “Chamois“ mit „Silber“ verpaart ergibt dagegen farblich unbrauchbare Nachzucht. Diese Verpaarungen muss man aber überlegt vornehmen, denn sie bergen Gefahren in sich. Während man die Chamoisfarbe mit „Gold“ aufbessern kann, bringen die „Goldenen“ den „ Silbernen“ verstärkt gelben Anflug.

„Goldene“ lassen in der Intensität der Zeichnungsfarbe nach und werden lehmig, wenn man sie mit „Silber“ verpaart. Kreuzt man einen „Goldenen“ Hahn mit einer „Silbernen“ Henne, erhält man sofort „Goldene“ Hennen, während die Hähne eine unreine Silberfarbe haben und nach beiden Seiten verwendbar sind. Verpaart man reinerbige chamois-weißgesäumte Paduaner mit goldschwarzgesäumten, bekommt man nur chamois-weißgesäumte Tiere, denn „Chamois“ Paduaner besitzen Erbfaktoren, die das Schwarz, das unter dem Rahmweiß vorhanden ist, verdrängen. Diese Tiere sind aber alle spalterbig für „Gold-Schwarzgesäumt“. Verpaart man sie untereinander erhält man 75 Prozent Chamois-weißgesäumte und 25 Prozent gold-schwarzgesäumte Nachzucht. Die Paarung eines spalterbig chamois-weißgesäumten mit einem Gold-schwarzgesäumten ergibt 50 Prozent spalterbige Chamois- Weiß-gesäumte und 50 Prozent reinerbig gold-schwarzgesäumte Nachkommen. „Goldene“ Tiere, die von spalterbigen Chamois-oder Silberpaduanern fallen, sind fast ausnahmslos Hennen.



Die gesäumten Farbschläge der Paduanerhühner sind zweifelsohne echte „Hingucker“ und dazu sehr spannend in der Zucht. Sie bergen jedoch auch einiges an Herausforderungen für den Züchter. Idealismus und dazu etwas Fingerspitzengefühl sollte ein Paduanerzüchter mitbringen, um mit dieser alten, außergewöhnlichen Kulturrasse Erfolge zu erringen.

Ein Beitrag von Jürgen Käs

Mittwoch, 18. Januar 2017

Holländer Schwarzhauben

Eine Herausforderung für Könner und Idealisten
In der Geflügelliteratur tauchen immer wieder Beschreibungen von weißen Hühnern mit schwarzen Hauben auf. Solche Tiere sind auch auf alten Bildern dargestellt.
Diesen Schwarzhauben haftete etwas legendenhaftes an. Auch in Kreisen erfahrener Züchter gab es Zweifel an der Wahrheit dieser Geschichten. Diese Farbgebung hat doch in der Vorstellung etwas sehr Ungewöhnliches, ja etwas Kühnes. Die gelegentlichen Berichte ergaben aber auch keine Zusammenhänge. Aber weder Bilder noch Berichte sind reine Phantasie.

Es gibt sie wirklich: Hühner mit weißem Rumpfgefieder und schwarzer Haube, also das Gegenstück zu den Holländer-Weißhauben. 

Holländer Schwarzhauben, gezeigt 2016, Deutsche Junggeflügelschau Hannover







Holländer Schwarzhauben von Patrick Tolle
Geschichtliches
Im Jahr 1962 berichtete der große niederländische Züchter und Maler van Gink über Schwarzhaubenhühner. Seinen Nachforschungen verdanken wir konkreteres über diese Hühner. Eine etwas kleine weiße Henne mit überwiegend schwarzer Haube sehen wir auf dem immer wieder zitierten Gemälde des niederländischen Malers J. Monckhorst von 1657. Es gibt auch einen Kupferstich unbekannter Herkunft: Er zeigt eine junge Henne mit kleinen, becherförmigem Kamm und einer kleinen aber schwarzen Haube. Buffon (1796) und Temmnink (1813) beschreiben auch weiße Hühner mit schwarzer und gesäumter Haube. Auch Tegetmeier erwähnt sie in seinem Buch < Poultry Book> im Jahr 1867. Er zitiert Mr. B. Palmer Williams zu Dublin, der viele Studien der Geschichte der verschiedenen Arten von Hauben-hühnern gewidmet hat: „Diese Rasse war bis vor 30 Jahren in verschiedenen Teilen Irlands noch zu bekommen, und ich bin durch Freunde, die diese Rasse gut kannten darüber informiert worden.. Sie beschrieben sie als eine sehr hervorragende Rasse, die aber ausgestorben ist. Ich kann wohl sagen als Folge einer Hungersnot oder wegen der damals fehlenden Geflügelzuchtvereine. Einige Jahre später hörte ich wieder von dieser Rasse, und ich versuchte, davon einige Tiere zu bekommen. Ich hatte gehört, sie wären in Bordeaux zu haben. Ich ging dort hin und ebenso nach Paris. Ich wurde aber sowohl in Bordeaux als auch in Paris informiert, dass die Rasse damals wohl noch dort bestand, aber jetzt nicht mehr vorgefunden würde. Es schien
als ob sie dort wie auch anderswo verschwunden war. Dann und wann erwarb ich Tiere womit ich glaube, diese Rasse wieder herausbringen zu können. Hätte ich damals die feinen Exemplare der weißen gehaubten Hühner gehabt, die jetzt zu haben sind, ich glaube, dann hätte die Rasse wieder hervorgebracht werden können. Das letzte Tier meines damaligen Bestandes, eine Henne, befindet sich jetzt im Museum, des National History Vereins in Dublin.(Dieses ausgestopfte Tier wurde später bei einem Feuer, das in diesem Museum ausgebrochen war, vernichtet. v.G.) Ihre Haube ist schwarz, wie auch einige ihrer Halskragenfedern. Die Leute, die zuletzt die weißen Schwarzhauben in Irland hatten, waren Abkömmlinge französischer Hugenotten , in Portarlington und Mayborough, was mich dazu bringt, zu behaupten, dass die Rasse aus Frankreich und nicht aus Holland gekommen ist.“ - soweit Mr. B. Palmer Williams.Nun Mr. Tegetmeier, der Verfasser der damaligen Auflage <Poultry Book>, versucht viele Jahre, diese Rasse durch Kreuzung mehrerer Haubenhuhnarten wieder herauszuzüchten. Der Versuch blieb nur ein Teilerfolg. Der Züchter beklagte, dass man jeden Federwechsel die Hauben mehr an weißen Federn zunahmen. Schade, er schien dem Ziel nahegekommen zu sein; es fehlten wohl noch einige Jahre der strengeren Zuchtauswahl.

Etwa zur gleichen Zeit hatte ein Pfarrer Blume aus Harzgerode schwarze Hühner mit weißer Haube, die er „Türkische Hühner“ nannte, und ebensolche züchtete Zuchtfreund Bruskog, der ehemalige Vorsitzende des Wiener Geflügelzuchtvereins.

0,1 Holländer Schwarzhauben, gezeigt 2016, Deutsche Junggeflügelschau Hannover


Verschiedene Zuchtversuche im 1900 Jahrhundert.
Mit dem Eintritt ins 19. Jahrhundert gab es verschiedene Zuchtversuche. Wie C.S.Th. van Gink berichtete, befassten sich etwa ab 1907 zwei Liebhaberzüchter und Forscher von Zucht-und Vererbungslehre, R. Houwink, Meppel, ein vergessener Förderer der damals selten gewordenen altholländischen Hühnerrassen, und A. Hoogendijk, ein reicher Schiffseigner und Besitzer einer Geflügelzuchtanlage mit der Wiedererzüchtung der Schwarzhaubenhühner. Sie nutzten Houdan, weiße Brabanter und schwarze Holländer-Weißhauben, (Ob es nicht rein schwarze Haubenhühner waren, sozusagen schwarze Paduaner ohne Bart?)

Diese Variante wurde früher auch gezüchtet und es gibt sie derzeit zumindest noch in Dänemark.) A. Hoogendijk ein bekannter und erfolgreicher Züchter von Holländer Weißhauben und Erzüchter der schwarzen Zwergenform. Schon 1910 erhielten sie einige Tiere mit dunkler Haube und fast weißem Körpergefieder. Sie kamen aber ihrem eigentlichen Ziel nur wenig näher und gaben den Versuch etwa um 1916 auf. Der Vererbungsforscher Dr. Vriesendorp zu Baarn griff den Versuch nochmals auf und kreuzte in den Hoogendijk- Houwink-Stamm verschiedene andere Rassen ein. Er hatte einigermaßen Erfolg. Die Hauben waren etwas klein, aber dicht und satt in der Farbe. Außer den Weißen mit schwarzer Haube fielen auch ordentliche blaue und gelbe Tiere mit schwarzer Haube. Diese Farbenschläge sind auch jetzt noch in Holland anerkannt. Da es diesem Mann hauptsächlich an der genetischen Seite des Versuches lag, gab er die Zucht wieder auf.

J.van Omme zu Arnheim, weniger Genetiker als mit großen praktischen Zuchtkenntnissen ausgestattet befasste sich drei Jahrzehnte mit dieser Zucht. Er nutzte Lakenfelder, schwarze Holländer Weißhauben und silberschwarzgetupfte Eulenbarthühner (diese haben einen fast schwarzen Kopfbereich). Obgleich dieser beharrliche Züchter über beschränkte Aufzuchtmöglichkeiten wie seine wissenschaftliche gerüsteten Vorgänger verfügte, kam er dem hochgesteckten Ziel näher. In seiner Zucht fielen auch weiße Tiere mit blauer Haube. J. van Omme muss ein bemerkenswerter Mann und ein geradezu begnadeter Züchter gewesen sein. Er hat auch für die Zucht und Erhaltung des Eulenbarthuhnes Großes geleistet. Nach dem 2. Weltkrieg zeigt Dr. Vriesendorp mehrfach außer Konkurrenz bei der Ornithophilia und bei der Avicultura-Schau in kleinen Kollektionen Holländer-Schwarzhauben von beachtlicher Qualität. Sie sind in Holland unter diesem Namen eine anerkannte Rasse. Inzwischen ist es aber wieder, still geworden um diese Rasse. Sie ist seit 1999 im Standard anerkannt.

Diese Zucht hat sich eben als überaus schwierig erwiesen und wird in ihrer Idealvorstellung immer eine Utopie bleiben. Es müssen mehrere Zuchtstämme gehalten und eine Vielzahl von Küken erbrütet und aufgezogen werden, um eine entsprechende Auslese vornehmen zu können. Als brauchbare Tiere bleibt nur ein kleiner Prozentsatz. Auch die besten Exemplare haben noch immer noch kleinere Hauben als ihre entgegengesetzt gefärbten Vettern. Die Farbe ist selten wirklich satt, die Haubenfedern sind oft nach dem Grund hin aufgehellt und zeigen vielfach weiße Spitzen. Je größer die Hauben sind, umso heller sind sie leider auch. Die Farbe beschränkt sich nicht nur auf die Haube und greift immer etwas in Nacken und Hals über. Nur ganz selten sind Rumpf- und Schwanzgefieder einigermaßen frei von Schwarzeinlagerungen. Es gibt auch Tiere, die den Bart als Erbe der Paduaner übernommen haben. Sie werden in Holland als „Mohrenkopf-Paduaner“ ausgestellt.
Als Zeichnungsfarbe kommt auch blau vor, und in dieser Farbe fielen interessanterweise bisher die besten Hennen.

1,0 Holländer Schwarzhauben, gezeigt 2016, Deutsche Junggeflügelschau Hannover
Holländer Schwarzhauben von Patrick Tolle
Die Schwarzhaubenzucht bedarf großer Idealisten mit einem Höchstmaß an Geduld und Ausdauer. Ihren wenigen Züchtern gebührt Hochachtung.

Aus vergilbten Blättern hies eine Serie über die seltenen Hühnerrassen, von unserem Ehrenvorsitzenden K. Fischer. Roland Weber hat den Werdegang (Erzüchtung) der Holl. Schwarzhauben geschrieben. Wir hatten 1999 die ersten Bruteier aus den Niederlanden, von Zfrd, Nyhof bekommen .die Befruchtung u. Schlupf war sehr gut.

Beitrag von Jürgen Käs

Dienstag, 13. Dezember 2016

Mittwoch, 16. November 2016

Sonderschau in Rheinberg

Feine Kollektionen der Haubenhühner und seltenen Hühnerrassen
Am vergangenen Wochenende fand die 121. Rheinische Landesverbandsschau mit angeschlossener 43.VHGW- Bundesschau sowie 88. Deutschen Zwerghuhnschau in Rheinberg statt.In der angeschlossenen Sonderschau des Sondervereins der Haubenhühner und seltenen Hühnerrassen waren 24,60 Tiere von 7 Rassen und 11 Farbenschlägen vertreten.

In Rheinberg wurde in diesem Jahr die Deutsche Meisterschaft ausgetragen.


1,0 Paduaner in schwarz. V97 VHGW-M von Heike Grimm, Rheinberg 2016



Bei den seltenen Hühnerrassen sind die Grundbedingungen der Mindesttiere/Züchter meist schwerlich gegeben. So ist es umso erfreulicher den beiden Züchterinnen Ingrid Spielberger und Heike Grimm zu den erreichten Titeln Deutsche Meisterin gratulieren zu können.

Gratulation an die…  
Deutsche Meisterin Houdan in schwarz-weiß gescheckt: Ingrid Spielberger
Deutsche Meisterin Paduaner in schwarz: Heike Grimm


1,0 Paduaner in silber-schwarz gesäumt, SG94 von Heike Grimm, Rheinberg 2016
Ein Highlight, waren auch die gezeigten Eulenbarthühner. An sich schon sehr rar konnte man eine Kollektion von Mohrenköpfen, weiß bestaunen, die in einer solchen Zahl (2,8) und vor allem Qualität schwerlich zu finden ist. Leider wurde hier aufgrund fehlender weiterer Aussteller der Rasse kein Meistertitel ermittelt. Der Züchter und 2. Vorsitzende unseres SV Gerold Kellermann hätte diese Auszeichnung mit den präsentierten Tieren auf jeden Fall verdient.

0,1 Eulenbarthuhn in Mohrenkopf weiß, V97 LVE16 von Gerold Kellermann, Rheinberg 2016



Sehr erfreulich auch die Tatsache, dass 3,6 La Flèche im Farbschlag blau-gesäumt von zwei verschiedenen Züchterinnen vertreten waren. Zum Teil sehr hochwertige Tiere, die jedoch leider nicht rasse- und zuchtstandsgemäß bewertet wurden.
1,0 La Flèche in blau-gesäimt, SG94 E von Andrea Höh, Rheinberg 2016




Zwar waren die Wiesenteufel noch nicht ausgereift, doch zeigten sie überwiegend wirklich hervorragende Farbanlagen und bis auf wenige Ausnahmen sehr gute Form, feine Kopfpunkte und einen schönen freien Stand. Die hochwertigste Henne der beiden Kollektionen wurde leider nicht erkannt und erreichte nur eine geringe Bewertungsnote. Echt Schade.

In außergewöhnlicher Zahl von 3,15 und fast durchgängig klasse Qualität wurden die Houdan, schwarz-weiß gescheckt gezeigt. Die Tiere der drei angetretenen Züchter zeigten fast alle eine sehr gute bis vorzügliche Qualität.

Eine Freude war es die schönen Tiere in Rheinberg betrachten zu können.

Dienstag, 15. November 2016

Das beste Huhn der Schau

Haubenhühner und seltene Hühner in Alsfeld
Am 5.-6. November fand in Alsfeld die Landesverbandsschau Hessen Nassau mit der angeschlossenen Hauptsonderschau der Haubenhühner und seltenen Hühnerrassen statt.

Das schönste Huhn der gesamten Schau stellte unser Zuchtfreund Lothar Fugger.
Die mit Vorzüglich bewertete Appenzeller Spitzhaubenhenne aus der angeschlossenen Hauptsonderschau zeigte neben sehr feinen standardgerechten Merkmalen einen fantastischen Gesamteindruck der Besucher und Preisrichter gleichermaßen begeisterte.

Lothar Fugger –Mitglied des SV und engagierter Sonderrichter des SV- mit seiner Spitzenhenne Appenzeller Spitzhaube, silber-schwarzgetupft
Insgesamt wurden acht der vom SV betreuten Rassen in der Hauptsonderschau in Alsfeld ausgestellt. Einige Impressionen der ausgestellten Tiere:











Am Sonntag Vormittag hatten interessierte anwesenden Züchter Gelegenheit Details zu der Qualitätsbeurteilung der Tiere zu erfahren. Bei der vom Sonderverein durchgeführten Tierbesprechung mit den Experten des SV wurden informative Erläuterungen zu den Bewertungen gegeben.

Einige unserer betreuten Rassen waren leider nicht vertreten. Es wäre schön diese im nächsten Jahr wieder mit dabei zu haben.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Houdan in Hamm

Impressionen von der Landes-Zuchtbuchschau Westfalen Lippe.
Besucher der 52. Westdeutschen Junggeflügelschau 2016 am 8. und 9. Oktober konnten sie bewundern – die 1,2 Houdan in schwarz-weiß gescheckt. 

Ein sehr stimmiger Stamm der insbesondere mit hervorragend ausgeprägter Landhuhnform und vollen Bärten überzeugte. Für alle Interessierten hier einige Bilder vom Stamm