Appenzeller Barthühner

Appenzeller Barthühner sind kräftige, temperamente Hühner in Landhuhntyp und -größe mit Rosenkamm, Backen- und Kinnbart. Sie zeigen einen leicht abfallenden vollem, ziemlich angezogenem und fächerndem Schwanz bei mittelhoher, breiter Stellung.

Wetterhartes, legefreudiges Landhuhn mit Vollbart

Typ: Landhuhn mit Rosenkamm und Bart
Gewicht: 2-2,3 kg, Henne 1,6-1,8 kg
Bruteimindestgewicht: 55 g
Schalenfarbe der Eier: weiß
Wesen: lebhaft
Ringgröße: Hahn 18, Henne 16
Farbschläge: Schwarz,Blau-Gesäumt, Rebhuhnfarbig
Extrem gefährdet: Leider gibt es nur noch sehr wenige Züchter, die sich der Zucht und Erhaltung der Hühnerrasse Appenzeller Barthühner widmen.

Appenzeller Barthühner sind schweizer Hühner, die wie man vermutet kann aus dem Kanton Appenzell stammen. Seit 1865 wurde die Rasse aus verschiedenen Landhuhnrassenherausgezüchtet. Vermutungen zufolge könnten rebhuhnhalsige Italiener sowie russische Bart- und Haubenhühner "Polverara" Urahnen der Appenzeller Barthühner sein.

Sie erbringen im Schnitt eine Legeleistung von 150 Eier im Jahr und gelten als besonders wetter- und winterhart.

Diese vitalen Hühner gehen das ganze Jahr hindurch gerne und intensiv auf Futtersuche. Durch den kleinen Rosenkamm und die vom Bart bedeckten Ohrscheiben hat die der Kälte wenig Angriffsfläche.




Appenzeller Barthühner sind ein wertvolles Kulturgut und es lohnt sich diese Hühnerrasse näher anzuschauen.

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RASSEMERKMALE

HAHN

Rumpf:
kräftige Landhuhnform, fast rechteckig, mittellang
Hals: mittellang, leicht gebogen, voller Behang
Rücken: mittellang, leicht abfallend
Schultern: breit
Flügel: mäßig angezogen
Sattel: ausgerundet
Schwanz: gut angezogen, breit angesetzt und fächernd getragen, mit guter Besichelung
Brust: breit und gewölbt, hoch getragen
Bauch: gut entwickelt, weich
Kopf: mittelgroß, kräftig, breit
Gesicht: mit kleinen Federchen besetzt
Kamm: ziemlich breiter, guter aufliegender Rosenkamm mit ausgeprägten Perlen und einem gerade auslaufenden Dorn, leicht schwertförmig gestattet
Kehllappen: klein, fast vom Bart verdeckt
Ohrscheiben: weiß, klein, vom Bart verdeckt
Augen: lebhaft, hervortretend, Farbe siehe Farbenschläge
Schnabel: kräftig, schwärzlich
Bart: mittlerer ungeteilter Kinn- und Backenbart

Schenkel: gut hervortretend, straff befiedert
Läufe: mittellang, unbefiedert, bläulich bis schwarz
Zehen: gut gespreizt
Gefieder: Federn breit, eher kurz, straff anliegend

HENNE

Die Henne entspricht abgesehen von den geschlechtsbedingten Merkmalen dem Hahn, hat jedoch eine mehr waagerechtere Körperhaltung.


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GROBE FEHLER IN DEN RASSEMERKMALEN

Schmale Schultern, schmaler Rücken, schmale oder Hängebrust, Hängeflügel, zu flacher oder Eichhornschwanz, spitzer oder zu schmal angesetzter Schwanz,fehlender Bart, zu hohe oder zu tiefe Stellung, grobe Läufe, Stoppeln, bauschiges Gefieder, schmale, lange oder haarige Feder, stark violetter Anflug, weiß in den Schwingen.
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FARBSCHLAG

SCHWARZ

Grün glänzend schwarz mit dunklem bis schwarzem Untergefieder. Augenfarbe dunkelbraun.

Grobe Fehler im Farbschlag: Mattes Gefieder, violetter Glanz, rode Federn in den Behängen, Schilf

BLAU-GESÄUMT
Grundfarbe ein gleichmäßiges Taubenblau; jede Feder schwarz gesäumt; Hals- und Sattelbehang des Hahnes in Blauschwarz übergehend; Schwanz blau, möglichst der Brustfarbe entsprechend; aus Zuchtgründen ist der Hahn etwas dunkler als die Henne. Augenfarbe dunkelbraun.

Grobe Fehler im Farbschlag: Sehr helles Blau ohne Säumung, ungleichmäßige oder rußige Grundfarbe, starker Rost im Sattelbehang, weiße Federn

REBHUHNHALSIG
HAHN: Kopf dunkelgoldfarbig; Halsbehang dunkelgoldfarbig mit schwarzem Schaftstrich, der den Saum nicht durchbrechen darf; Schulterdecken und Rücken rotgoldfarbig; Sattelgefieder rotgoldfarbig, möglichst mit Schaftstrich; Binden schwarzgrün glänzend; Handschwingen schwarz mit schmalem braunem Außensaum; Armschwingen mit schwarzer Innen- und brauner Außenfahne, das Dreieck bildend; Bart, Brust, Schenkel und Schwanz rein schwarz.
HENNE: Kopf dunkelgoldfarbig; Halsbehang dunkelgoldfarbig mit schwarzem Schaftstrich, der den Saum nicht durchbrechen darf; Rücken, Schultern und Flügeldecken graubraun mit möglichst gleichmäßiger schwarzer Rieselung und hellem Federkiel; Bart braun; Brust lachsrot, zum Bauch grauer werdend; Schwingen und Schwanz schwarzbraun. Augenfarbe dunkelbraun bis rot.

Grobe Fehler im Farbschlag: HAHN: Strohige Behänge, viel Braun in schwarzen Gefiederteilen, Schilf in Schwingen und Schwanz, schwarzes Flügekdreieck. Henne: Fehlende oder durchstoßene Schaftstriche im Halsbehang (Rußkragen), stark rußiges oder zu helles Mantelgefieder, Flitterzeichnung, stark schilfige Schwingen.

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